67 fürther nachrichten vom 12.03.08 « stopptantiantifa

Polizei erbost über Vorwürfe

Linke sehen Nachlässigkeit bei Ermittlungen gegen Neonazis

FÜRTH (hän) – Die Fürther Polizei verwahrt sich gegen Vermutungen aus linken Kreisen, sie verschleppe die Ermittlungen gegen Neonazis, die zwei Mal das Heim einer Fürther Familie beschädigt haben.

Wie berichtet, hatten die Täter die Fassade des Hauses im Westen der Stadt jeweils nachts mit Farbe verunstaltet; beim ersten Angriff Ende Januar wurden auch die Haustür und das Auto beschädigt. Dabei entstand ein Schaden von insgesamt 9000 Euro. Weil sich die betroffene Familie stark gegen Rechtsextremismus engagiert, vermutet die Polizei die Täter in einschlägigen Kreisen der so genannten «Anti-Antifa«.

In der Pressemitteilung einer linken Gruppierung, die sich «Anti-Antifa-Stoppen« nennt, wird nun behauptet, die Polizei gehe im konkreten Fall nicht energisch genug vor. So seien auf der Internetseite der neonazistischen Anti-Antifa rechtswidrig Bilder von einem Mitglied der attackierten Familie zu sehen, der Fotograf sei den Beamten bekannt. Dennoch sähen diese «keinerlei Grundlagen für weitere Ermittlungen«. Die Polizei «scheint auf dem rechten Auge blind zu sein«, so die Linksaktivisten.

Kein Beweis

Helmut Kienel weist derartige Unterstellungen freilich entschieden zurück. Kienel ist beim Kommissariat Staatsschutz der Fürther Kripo für den Fall zuständig und bezeichnet den Hinweis auf den angeblichen Urheber der Fotos als reine Vermutung. «Beweisen können wir das bis jetzt nicht«, so der Ermittler. Erschwert werde die Arbeit der Staatsschützer dadurch, dass die Homepage der Anti-Antifa von Neonazis in den USA ins Netz gestellt werde. «Aber wir führen unsere Ermittlungen gewissenhaft«, versichert Kienel.

Erkenntnisse darüber, wer für die beiden Anschläge auf das Haus der Fürther Familie verantwortlich ist, habe man dessen ungeachtet bisher nicht. Weder gebe es Tatzeugen noch habe man verwertbare DNS-Spuren am Tatort gefunden.




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