Presseerklärung: Neonazi-Anschlag in Fürth kurz vor dem Prozess

Betreff:Rechtsextreme Anschlagsserie geht weiter –
Polizei beziffert Sachschaden auf 2000 Euro

In der Nacht zum 06. Mai 2009 verübten Rechtsextreme einen erneuten Anschlag auf das Auto einer Antifaschistin in Fürth. Die Tat ereignete sich unmittelbar vor dem am 7. Mai im Nürnberger Amtsgericht verhandelten Prozess gegen die Nazi-Fotografen Michael R. und Sebastian Schmaus.

Die Tat erinnert an die bereits im Januar 2008 und Januar 2009 verübten Zerstöraktionen von Rechtsextremen gegen Autos antifaschistisch aktiver Personen in Fürth. Auch dieses Mal wurden die Autoreifen zerstochen, die Front- und Heckscheibe zerstört und das Auto mit Farbe besprüht. Die Polizei berechnet den angerichteten Schaden auf ca. 2000 Euro. Die Tat reiht sich damit ein in eine Kette von zahlreichen rechtsextremen Sachbeschädigungen durch die kriminelle sog. „Anti-Antifa“ in Nürnberg und Fürth in den vergangenen Jahren.

Für die Initiative „Stoppt die Anti-Antifa“ steht die Aktion in eindeutigem Zusammenhang mit dem bereits mehrfach angekündigten, morgen stattfindenden Prozess vor dem Nürnberger Amtsgericht gegen den Neonazi-Stadtrat Sebastian Schmaus und einen weiteren Nazi-Fotografen Michael R. Die beiden sind angeklagt wegen Beihilfe zum Verstoß gegen das Kunsturheberrecht. Ihnen wird zur Last gelegt mehrere AntifaschistInnen bei Kundgebungen in Gräfenberg und Fürth fotografiert und anschließend wissentlich die Bilder der Anti-Antifa zur Verfügung gestellt zu haben.

Kathrin Berger: „Das immer gleiche Vorgehen der Täter gegen ihnen unliebsame Personen zu ganz bestimmten Zeitpunkten, macht die Zusammenarbeit zwischen der geheim agierenden „Anti-Antifa Nürnberg (AAN)“ und ihren offiziellen Vertretern wie Sebastian Schmaus im Nürnberger Stadtrat (BIA) und dem Ex-NPD-Kader Matthias Fischer mehr als deutlich. Es kann nicht sein, dass antifaschistisch engagierte Personen Opfer von Anschlägen werden, während eine Vielzahl von sog. „V-Leuten“ des Verfassungsschutzes in der NPD aktiv sind und offensichtlich nichts zur Verhinderung und Aufdeckung von Straftaten beitragen.“

Aus gegebenem Anlass möchten wir Sie noch einmal auf die vor dem Nürnberger Amtsgericht stattfindende Pressekonferenz und Kundgebung am 7. Mai 2009 ab 8.30 Uhr der Initiative „Stoppt die Anti-Antifa – Betroffene und UnterstützerInnen wehren sich gegen Nazis“ hinweisen, die alle Pressevertreterinnen und Pressevertreter einlädt, den Prozess journalistisch zu begleiten.

Für weitere Fragen stehe ich gerne auch telefonisch (Tel. 0151/51858555) zur Verfügung

mit freundlichen Grüßen

Kathrin Berger

„Stoppt die Anti-Antifa! Betroffene und UnterstützerInnen wehren sich gegen Nazis“
c/o Libresso, Postfach 81 01 12, 90246 Nürnberg
http://stopptantiantifa.blogsport.de/ anti-antifa-stoppen@live.de





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