Prozess gegen zwei Nazi-Fotografen am 7.Mai 2009 im Nürnberger Amtsgericht

Wie bereits im Februar 2009 in den Nürnberger Nachrichten veröffentlicht, haben die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft ergeben, dass der Nürnberger Neonazi-Stadtrat Sebastian Schmaus und einer seiner Kompagnons wohl an der Arbeit der Anti-Antifa Nürnberg beteiligt waren. Die Anti-Antifa ist ein neofaschistisches Netzwerk, welches vor allem durch die Veröffentlichung von Namen, Fotos und persönlichen Details von AntifaschistInnen und der Aufforderung an die rechte Szene gegen diese Menschen vorzugehen, aufgefallen ist.
Wie Sie alle wissen, wurden vor allem in unserer Gegend zahlreiche Organisationen und Einzelpersonen daraufhin von Neonazis angegriffen und materiell geschädigt.
Schmaus und sein Kompagnon stehen nun am 7.Mai vor Gericht, da sie zahlreiche Fotos von AntifaschistInnen gefertigt haben und diese wohl dem faschistischen Netzwerk Anti-Antifa Nürnberg zur Verfügung stellten oder vielleicht direkt diese Seite sogar mitgestalteten.
Damit bestätigt sich der Verdacht, welcher von zahlreichen antifaschistischen Organisationen seit Jahren formuliert wird, dass es sich bei der Anti-Antifa um ein faschistisches kriminelles Netzwerk, das sich aus der lokalen Nazi-Szene speist, handelt.

Es ist an der Zeit, dass der Neonazi Schmaus, der bereits in Nürnberg durch die dreimalige einschlägige Verurteilung wegen Trunkenheit im Straßenverkehr vorbestraft ist, ebenso wie der zweite Nazi-Fotograf wegen ihrer Anti-Antifa-Tätigkeiten verurteilt wird.
Die Öffentlichkeit sollte wissen, welche Gefahr von jenem Neonazis ausgeht, der sich im Nürnberger Stadtrat als biederer Saubermann ausgibt.
Die Anti-Antifa ist nicht das Werk eines faschistischen Einzeltäters, sondern eine breit angelegte Strategie der lokalen Neonazi-Szene, in der sich alle wieder finden, die den Antifaschismus zum Feindbild erklärt haben. Die Arbeit der Anti-Antifa in der fränkischen Region hat eine über 15-jährige Tradition und wurde von bekannten Kadern der Nazi-Szene ausgeführt und vorangetrieben. Von Kameradschaftsstrukturen wie der verbotenen Fränkischen Aktionsfront über die NPD sind die vermeintlichen MacherInnen der Anti-Antifa-Nürnberg heute in dem neu gegründeten Nazi-Netzwerk „Freies Netz Süd“ zu finden.

Die Anti-Antifa stellt für alle fortschrittlichen und emanzipatorischen Kräfte, für alle Antifaschistinnen und Antifaschisten von Gewerkschaften über JournalistInnen und Autonomen eine Gefahr dar. Deshalb zeigen wir gemeinsam unsere Solidarität. Betroffen sind Viele – Gemeint sind wir Alle!

Stoppt die Anti-Antifa

Kommt alle zur Kundgebung am 7. Mai 2009 um 8.30 Uhr vor dem Nürnberger Amtsgericht!!!





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